Zahnfleischbehandlung - damit Sie wieder kraftvoll zubeißen können
Leider werden in Deutschland Zahnfleischerkrankungen immer noch zu selten erkannt und behandelt. Die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie sieht Therapiebedarf bei 25 Millionen Erwachsenen. Allerdings werden nur 1,5 % der Erkrankten behandelt.
Zahnfleischbluten muss schon ernst genommen werden, weil es ein Anzeichen für eine bakterielle Entzündung im Mundbereich ist, die nicht nur der Mundgesundheit, sondern der Allgemeingesundheit schadet.
Bereits seit längerem steht fest, dass nach dem 30. Lebensjahr mehr Zähne durch eine Zahnbetterkrankung (Parodontose) als durch die Karies verloren gehen. Durch eine geeignete Vorsorgebehandlung kann das Risiko einer Erkrankung abgeschätzt und verhindert werden.
Unter dem Oberbegriff Parodontologie fasst man ein Lehrgebiet zusammen, welches sich der Erkennung und Behandlung von Erkrankungen des Zahnhalteapparates widmet. Gesundes Zahnfleisch hat eine hellrosa Farbe und geht an seinem Rand (Margo gingivae) in die Zahnfleischfurche über, die von Flüssigkeit aus der Tiefe und Speichel gespült wird. Diese Furche ist bei einem gesunden Zahnhalteapparat ca. 0,5 mm tief, das entspricht bei Messung mit einer Sonde einer "Sondiertiefe" von ca. 1-2 mm.
Die Hauptursache für die Parodontitis ist der Zahnbelag. Dieser Belag besteht aus Bakterien, die über dem Zahnfleisch, aber vor allem auch unter dem Zahnfleisch liegen. Die Bakterien des Zahnbelages führen zu einer Entzündung des Zahnfleisches, weil sie verschiedene schädliche Stoffe produzieren. Deswegen schwillt das Zahnfleisch an und beginnt zu bluten. Es beginnen sich Zahnfleischtaschen auszubilden. Spätestens jetzt muss die Erkrankung erkannt und behandelt werden.
Lässt sich durch diese Maßnahmen keine Ausheilung des Gewebes erzielen oder sind durch fortgeschrittenen Knochenabbau die Zahnfleischtaschen tiefer, so ist eine weiterführende Behandlung notwendig, um den Knochenabbau, d.h. die Entzündung zu stoppen. Viele Patienten haben Angst vor einer schmerzhaften und unangenehmen Operation. Doch auch ohne umfangreiche Operationen ist es heutzutage möglich, eine gründliche und schonende Säuberung der Zahnfleischtaschen zu erreichen, bei der die schädlichen Bakterien entfernt werden. Diese Behandlung erfolgt unter lokaler Betäubung und wird sehr vorsichtig mit Handinstrumenten und Ultraschall-Geräten durchgeführt. Vollkommen Schmerz- und Stressfrei wird die Zahnfleischbehandlung in leichter Narkose durchgeführt.
In nahezu allen Fällen wird in unserer Praxis die Säuberung der Zahnfleischtaschen durch den Laser unterstützt. Diese Methode ist besonders schonend. Die Zahnfleischtaschen werden dabei sterilisiert und desinfiziert.