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Naturheilpraxis Kämper

Gesundheit und Wohlbefinden – bis ins hohe Alter!

Das Praktizieren der Naturheilkunde hat in unserer Familie eine lange Tradition.

In 3. Generation wurde ich Ende der 70er Jahre  in der väterlichen Heilpraktikerpraxis zusammen mit meinem Bruder, Siegfried Kämper, in traditionellen Naturheilverfahren wie Homöopathie, Neuraltherapie, Pflanzenheilkunde und Ozontherapie ausgebildet. 1984 absolvierte ich die Amtsarztüberprüfung und praktizierte ebenfalls als Heilpraktiker.  Die Vakanz, die sich  mit Aufnahme meines Medizinstudiums 1981 in unserer Gemeinschaftspraxis ergab, wurde durch eine junge Absolventin der BDH-Heilpraktikerschule in Unna ausgefüllt. Dies erwies sich in vielerlei Hinsicht als Glücksgriff:

Sie konnte sich  gut  in die Praxisabläufe einarbeiten und war schnell bei Patienten und  Praxismitarbeitern sehr beliebt und angesehen. Eigentlich unentbehrlich. Aber nicht alleine deshalb wurde sie 1986 meine Ehefrau- Cordula Kämper- und ist auch heute die Seele unserer Praxis. Sie ist Heilpraktikerin aber in erster Linie für reibungslose organisatorische Abläufe in der Praxis verantwortlich. Nach meiner Approbation als Arzt absolvierte ich weitere Fortbildungen zu Naturheilverfahren, insbesondere zur TCM (Traditionelle Chinesische Medizin- Akupunktur- Qi Gong) und führte eine eigene privatärztliche Naturheilpraxis, erst in Gelsenkirchen, seit 2008 in Dorsten. Als Allgemeinmediziner und Naturheilarzt betrachte ich Schulmedizin und Naturheilkunde  als sinnvolle, gleichberechtigte und sich gegenseitig ergänzende Diagnose – und Behandlungsformen. Es gilt im Einzelfall zu entscheiden, welches Vorgehen zum Wohle des Patienten das Richtige ist.

Familie Kämper
Christopher Kämper

Der Beruf des Heilpraktikers hat in meiner Familie eine besondere Tradition. Mein Urgroßvater, Großvater, meine Mutter, meine Tante, mein Onkel und auch mein Vater, vor seinem Medizinstudium, haben als Heilpraktiker gearbeitet. Letzterer ist hauptverantwortlich dafür, dass ich diese Tradition nun bereits in 4. Generation fortführe, denn bei ihm durfte ich den naturheilkundlichen Teil meiner Ausbildung absolvieren.

Die Denkweisen der Naturheilkunde, Homöopathie, oder der TCM, erlauben uns wichtige Perspektivwechsel, wenn die klassische Schulmedizin keinen Therapieansatz mehr findet. Diese stößt nämlich oft dann an ihre Grenzen, wenn das subjektive Krankheitsgefühl eines Patienten durch keine wissenschaftliche Messung mehr zu erklären, oder zu erfassen ist.

Solche Patienten hören dann nicht selten, dass ihren Beschwerden psychische Ursachen zu Grunde liegen. Sicher trifft das in einigen Fällen auch zu, aber oft spüren kranke Menschen sehr genau, dass es einen größeren Zusammenhang, einen Auslöser geben muss. Die meisten Patienten können diesen sogar sehr klar eingrenzen und auch kommunizieren, er macht jedoch manchmal erst unter naturheilkundlicher- oder traditionell-chinesischer Betrachtungsweise Sinn.

Diese Patienten gelten dann als „austherapiert“ und haben, bevor sie zu uns kommen, meist schon eine endlose Odyssee durch die verschiedensten Facharztpraxen hinter sich.

In der Naturheilpraxis Kämper versuchen wir den Mechanismus einer Erkrankung gemeinsam mit unseren Patienten zu ermittelt, zu verstehen und schließlich, mit den uns zur Verfügung stehenden Werkzeugen, zu behandeln. Es fasziniert mich jeden Tag, was diese Herangehensweise bewirken kann, und meine Begeisterung wächst von Behandlungserfolg zu Behandlungserfolg immer weiter.

Abläufe und Therapieformen

Wie in jeder Praxis erfolgt auch bei uns zunächst ein ausführliches Anamnesegespräch. Ergeben sich dabei Symptome, die auf eine organische Erkrankung hinweisen, die noch nicht schulmedizinisch abgeklärt wurden, würden wir  auf eine fachärztliche Untersuchung drängen um das Verschleppen eines ernsten Krankheitsbildes zu vermeiden. Die meisten Patienten kommen jedoch  zu uns, wenn schulmedizinische Untersuchungen und Therapien nicht helfen konnten. Wir versuchen dann mit einer anderen Blickweise  das Krankheitsgeschehen zu interpretieren und Behandlungspläne zu erstellen. Unsere Befragung ist jetzt mehr auf  Ursache, Entwicklung und Ausbreitung der Beschwerden nach den Ideen der Homöopathie und der TCM ausgerichtet, und nimmt ca. 60 Minuten in Anspruch.

Das vegetative Nervensystem

Alle Funktionen, Organe und Gewebe, jede Zelle, Hormon- und Immunsystem unterliegen dem Einfuß dieses Netzwerkes von Nerven. Der Sympathikus steigert die körperliche Leistungsfähigkeit und ist mehr nach außen gerichtet (Haut, Muskeln, Faszien, Knochen, Bindegewebe- weite Pupillen), der Parasympathikus (sein wichtigster Nerv ist der Vagusnerv)  ist mehr nach innen gerichtet und sorgt  für Regeneration, Verdauung, körperliche Entspannung und Reproduktion (Magen- Darmtrakt, Schleimhäute, Drüsen- enge Pupillen). Der Sympathikus hat seinen Ursprung im Rückenmark der Brustwirbelsäule, der Parasympathikus hat Kerngebiete im Gehirn und im unteren Rückenmark am Übergang von Brust- in Lendenwirbelsäule. Von hier aus erreichen sie über Nervenbahnen oder entlang der Blutgefäße ihre Zielorgane. Übergeordnetes Steuerzentrum des vegetativen Nervensystems ist das Zwischenhirn.  Das Zwischenhirn wiederum steht direkt mit dem Teil des Nervensystems in Verbindung,  der für unsere Gefühle zuständig ist- dem limbischen Nervensystem. Daher hat das Gefühlsleben  auch Einfluss auf  das vegetativen Nervensystems und  die Organfunktionen.  Also ist das vegetative oder auch autonome Nervensystem als gar nicht so autonom. Unsere Gefühle steuern maßgeblich seine Funktion. Und schließlich können Irritationen im Verlauf der sympathischen oder parasympathischen Nervenbahnen das vegetative System mechanisch irritieren. Für den Vagusnerv kann dies an der Halswirbelsäule  oder im Magen- Darmbereich der Fall sein, für den Sympathikus eher im Bereich der Brustwirbelsäule,  in der Haut und dem Bindegewebe (Narbenstörfelder, Muskelblockaden, alte Verletzungen).                           

Die Ähnlichkeit der Physiologie von Sympathikus und Parasympathikus mit der Krankheitslehre der TCM (Yin- Yang- System, Meridianlehre) ist auffällig. Daher überrascht es nicht, dass sich bei der Behandlung des vegetativen Nervensystems Akupunktur, Neuraltherapie und Homöopathie gut ergänzen.

Behandlung des vegetativen Nervensystems

Aus dem oben Dargestellten leiten sich unsere Therapieansätze ab:

Sympathikus:

Hier untersuchen und behandeln wir vor allem Strukturen und Organe, die stark sympathikoton angesteuert werden:

  • Haut (Narben)
  • Bewegungsapparat ( Faszien, Gelenke, Brustwirbelsäule, Verspannungen Blockaden, Myogelosen)
  • Organe (Herz, Lunge, Nieren, Leber, Nebenniere, Schilddrüse)

 

Parasympathikus/Vagus:

Im Vordergrund steht hier der Verdauungstrakt, aber auch die Wirbelsäule sowie das Hormon- und Immunsystem:

  • Magen- Darmtrakt (Magensäfte, Darmflora, Barriere- und Motilitätsstörungen).
  • Organe (Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse, Herz, Niere und Harnwege, Lunge, Milz).
  • HWS (1.-3. Halswirbel), untere Brustwirbelsäule.
  • Immunsystem: „Stille Entzündungen“ (Silent Inflamation): Candida-  EBV- oder CMV- Belastungen;  HNO- Bereich, Zahnherde, Paradonditis)

 

Bewährte Behandlungsformen sind Akupunktur (auch Ohr- Akupunktur), Neuraltherapie, homöopathische Einzell- und Komplexmittel, Pflanzenheilkunde und Symbioselenkung. Mit solchen Maßnahmen, auch in Kooperation mit Physiotherapie und Ernährungsberatung, lassen sich auf der Ebene des  vegetativen Nervensystems  bei funktionellen Störungen gute Ergebnisse erzielen.

Aber was ist mit dem übergeordneten emotionalen Nervensystem?

Das limbische Nervensystem – unser Gefühlsleben

Gefühle steuern nachdrücklich das vegetative Nervensystem und damit auch unsere Organfunktionen. Wir fühlen uns im wahrsten Sinne des Wortes krank.

Angst, Anspannung, Wut und Aggression setzten das sympathische Nervensystem unter Druck. Bei anhaltender Trauer, Kummer oder Sorgen leidet vor allem das parasympathische (wir haben sprichwörtlich etwas nicht verdaut). Dies kann zu Erschöpfung und zahlreichen chronischen Erkrankungen führen. Besonders das Herz- Kreislaufsystem, der Bewegungsapparat und der Verdauungstrakt werden fehlgesteuert. Tatsächlich leidet der größte Teil der Patienten die zu uns kommen an Schmerzzuständen des Bewegungsapparates oder Funktionsstörungen des Magen- Darmtraktes.

Hier ist unser homöopathischer Behandlungsansatz von Nutzen. Wie oben beschriebenen wirken „Causa“- Mittel (Folge von Gemütsbewegungen) bei richtiger Auswahl und Potenz  harmonisierend. Aber auch eine korrekte Akupunktur  kann positive Effekte erzeugen (Studien zeigen z.B. Wirkungen auf Botenstoffe wie Serotonin sowie auf körpereigene Opiate, Endorphine).

Es gibt noch eine weitere Ebene, auf der der Patient selbst wirken kann und die für den Langzeiterfolg wichtig ist:

Gefühle sind uns ja bewusst. Wir nehmen die Gefühle wahr und spüren was sie mit uns machen. Angst lässt z.B. Puls und Blutdruck ansteigen, wir sind verspannt die Haut wird kalt und schwitzt, es kommt zu Magen- Darmstörungen.

Bei einer ganzheitlichen Behandlung  genügt es nicht, entspannende  Pflanzen wie Rosenwurz, Passionsblume, Lavendel, Melisse oder Safran zu verordnen, wir müssen fragen: woher kommt die Gefühle, woher kommt die Angst?

Gefühle kommen durch Gedanken. Wenn wir an Krieg, Naturkatastrophen oder wirtschaftliche Unsicherheit denken, macht  das Angst. Auch andere Gefühle wie Wut oder Trauer werden von Denkmustern erzeugt. Andererseits können Gedanken von Dankbarkeit, Zufriedenheit und vor allem von Liebe das vegetative System entspannen und das stärkende, heilende Betriebssystem des Organismus in Gang setzen.  Gedanken können  sehr wohl kontrolliert werden. Ob durch reale oder imaginäre Bilder, Aufenthalt in der Natur („Waldbaden“) Musik, Gesellschaft, Familie, Spiritualität. Wir können wählen, welche Gedanken wir zulassen und somit auch, welchen Gefühlen wir uns hingeben (außer bei Erkrankungen des Nervensystems wie endogener Depression). Dies wird häufig als „Achtsamkeit“ oder „Bewusstheit“ bezeichnet und ist von jeher ein fester Bestandteil östlicher Philosophien. In unserer auf TCM ausgerichteten Praxis versuchen wir diese Sichtweise im medizinischen Qi Gong anzuwenden und zu vermitteln („der Geist – des Patienten aber in der Behandlung vor allem  des Therapeuten- führt Qi und Qi führt Blut“). So bemühen wir uns,  auch während der Behandlung, eine Atmosphäre der Entspannung und liebevollen Zuwendung zu erzeugen und unsere Patienten auch wirklich in ihrer Gesamtheit zu erfassen und zu begleiten.

Bestärkt in dieser Denk- und Vorgehensweise fühlen wir uns  von einem der herausragenden Ärzte der beginnenden Renaissance, Philipp Theophrastus  Bombastus von Hohenheim- genannt Paracelsus.  Ich habe sein  Zitat im Vorwort zur Biographie eines der bedeutendsten Chirurgen des 20. Jahrhunderts gefunden, Prof. Ferdinand Sauerbruch (der eine positive Einstellung den Naturheilverfahren gegenüber hatte):

„Der höchste Grad der Arznei ist die Liebe. Die Liebe ist es, die die Kunst lehret, und außerhalb derselbigen wird kein Arzt geboren. Schwätzen, süß reden ist des Maules Amt; Helfen aber, nutz sein ist des Herzens Amt. Im Herzen wächst der Arzt, aus Gott geht er, des natürlichen Lichtes der Erfahrenheit ist er. Nirgend ist, wo große Liebe vom Herzen gesucht wird, größere als im Arzt.“

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