Richtig Zähne putzen für ein gesundes Lächeln

Eine umfassende Mund- und Zahnpflege ist ein entscheidender Bestandteil rundum gesunder Zähne. Die Zähne richtig zu putzen, steht dabei im Mittelpunkt. Doch wie reinigen Sie Ihre Zähne richtig? In diesem Blogbeitrag lesen Sie alles rund um die optimale Zahnpflege.

Inhalt

Die richtige Zahnpflege

Unsere Zähne müssen Tag für Tag einer Vielzahl an Belastungen standhalten. Damit sie ihre wichtige Aufgabe auch bis ins hohe Alter zuverlässig erledigen können, ist es wichtig, die Zähne ausreichend zu reinigen. Das „richtige Zähneputzen“ besteht dabei aus mehreren Elementen:

Wann und wie oft sollte man Zähne putzen?

Grundsätzlich empfehlen Zahnärzte, die Zähne mindestens zweimal am Tag, morgens und abends, zu putzen. Je nachdem, welche Nahrung Sie zu sich nehmen, ist es ratsam, häufiger Zähne zu putzen. So sind besonders zuckerhaltige Nahrung und Getränke ein Grund, die Zähne ein weiteres Mal am Tag zu reinigen. So wirken Sie Karies effektiv entgegen.

Die richtige Putztechnik

Grundsätzlich gibt es nicht die Zahnputztechnik, die allen anderen Methoden überlegen ist. Für Kinder, Erwachsene und Senioren gibt es jeweils andere Empfehlungen, z.B. in Abhängigkeit vom Zustand des Gebisses, den motorischen Fähigkeiten oder der Motivation. Eine Methode, die gemeinhin für Erwachsene empfohlen wird, ist die Bass-Technik. Diese besteht aus kleinen, rüttelnden bzw. kreisförmigen Bewegungen auf der Stelle mit der Zahnbürste, wodurch Essensreste und Plaque von der Zahnoberfläche und aus den Zahnzwischenräumen gelöst werden. Gleichzeitig massieren Sie dabei Ihr Zahnfleisch.

Abgesehen von der Bass-Technik empfiehlt sich für Kinder besonders die KAI-Technik, die gerade für Zahnputzanfänger eine gute Hilfestellung bietet, um keine Stelle im Mund zu vergessen.

Die richtige Zahnbürste

Die Entscheidung zwischen Handzahnbürste und elektrischer Zahnbürste ist individuell und abhängig von Faktoren wie den motorischen Fähigkeiten des Anwenders. Beide Arten reinigen bei richtiger Anwendung im gleichen Maße, wobei elektrische Zahnbürsten Zahnbeläge besser entfernen. Grundsätzlich gelten elektrische Zahnbürsten auch als einfacher in der Handhabung und erfordern weniger Präzision in der Anwendung.

Die richtige Zahnpasta

Bei der Auswahl der richtigen Zahnpasta ist vor allem der RDA-Wert ein relevantes Kriterium. Dieser gibt an, wie viel Dentin durch die Zahnpasta innerhalb einer bestimmten Zeit abgetragen wird. Je niedriger der RDA-Wert, desto schonender für den Zahn. Generell sollte der RDA-Wert unter 80 liegen, bei Patienten mit Zahnfleischproblemen unter 50. Nutzer elektrischer Zahnbürsten sollten eine Zahnpasta mit einem Wert von unter 50 wählen.

Zudem ist ein hoher Fluoridgehalt wichtig, um die Zähne gegen Bakterien und Säuren zu schützen. Dies gilt allerdings nur für Erwachsene, denn für Kinderzähne sollten Sie auf spezielle Kinderzahnpasta mit geringem Fluorid zurückgreifen.

Die richtige Putzdauer

Unabhängig davon, ob Sie eine Handzahnbürste oder eine elektrische Zahnbürste verwenden, sollten Sie mindestens zwei bis drei Minuten für das Putzen aufwenden. Von längerem Zähneputzen raten Experten grundsätzlich ab, da zum einen nicht wesentlich mehr Zahnbelag entfernt wird und zum anderen das Risiko besteht, Zahnschmelz und Zahnfleisch zu beschädigen.

Weitere wichtige Bestandteile der Mundpflege

Neben dem richtigen Zähneputzen gibt es viele weitere Werkzeuge, die der Mundhygiene zuträglich und sogar für sie notwendig sind. Neben Zahnseide, Zahnpflegekaugummis und Mundduschen gehört auch die regelmäßige Prophylaxe beim Zahnarzt mitsamt professioneller Zahnreinigung zur optimalen Zahnpflege. Diese dient der Prävention von Karies und weiteren Indikationen, die einem gesunden Lächeln schaden können. Übrigens: Bei Dr. Schlotmann geht die Prophylaxe über eine herkömmliche, professionelle Zahnreinigung hinaus. Das Mundgesundheitstraining in unserem Dental Spa hilft Patienten dabei, die bestmögliche Zahnpflege auch von zuhause aus zu erzielen.

Wie Sie richtig Zähne putzen und was zur optimalen Pflege, beim Zahnarzt und zuhause, dazugehört, erfahren Sie beim Mundgesundheitstraining von Dr. Schlotmann in unseren Praxen in Dorsten, Gelsenkirchen und Wesel.

6 häufige Fehler beim Zähneputzen

Viele Menschen klagen über gelbe Zähne trotz putzen. Dies kann viele Gründe haben, allerdings entspringen viele Zahnprobleme kleinen Fehlern beim Zähneputzen, die sich durch die richtigen Zahnputztechniken leicht beheben lassen:

Die Zahnzwischenräume zu reinigen ist ebenso wichtig wie das richtige Putzen der Zähne.

1.    Zu hoher Druck beim Putzen

Wer beim Zähneputzen zu fest drückt, der schadet seinen Zähnen mehr, als er ihnen hilft. Der Plaque, also der Zahnbelag, der beim Putzen entfernt werden soll, ist weich und locker, sodass es keinen hohen Druck braucht, um diesen zu entfernen. Eine sanfte Zahnputztechnik ist am besten dafür geeignet, ein gesundes Lächeln und weiße Zähne zu erreichen.

2.    Mit zu harter Bürste putzen

Viele Menschen sind der Ansicht, dass härtere Bürstenköpfe besser reinigen als solche mit weichen Borsten. Der Irrglaube rührt, ähnlich wie beim zu hohen Druck beim Putzen, daher, dass man Kraft braucht, um Plaque zu entfernen. Zudem besteht bei harten Bürsten schneller die Gefahr, bei zu viel Druck die Zahnoberfläche oder das Zahnfleisch zu schädigen. Gerade für Menschen mit Zahnfleischverletzungen oder Putzdefekten an den Zähnen sollten eher auf eine weiche Zahnbürste zurückgreifen. Personen, bei denen diese Indikationen nicht vorliegen, aber bei denen besonders viel Zahnbelag vorhanden ist, können dagegen von harten Bürsten profitieren.

3.    Zahnfleischrand vernachlässigen

Der Bereich zwischen Zahn und Zahnfleisch wird beim Zähne putzen häufig vernachlässigt. Dort, wo das Zahnfleisch locker über dem Zahn sitzt, sammeln sich besonders gerne Bakterien an. Daher sollten Sie diesen Bereich beim Putzen auf gar keinen Fall vergessen. Nur so können Sie eine umfassende Mundhygiene sicherstellen und Zahnfleischentzündungen von Anfang an vermeiden.

4.    Zunge und Zahnzwischenräume vergessen

Zunge und Zahnzwischenräume sind Stellen, an denen sich Bakterien tummeln. Da man mit der Zahnbürste nur zwischen 60 und 70 Prozent der Bakterien im Mund erreicht, sollten Sie zusätzlich auf Zahnseide zur Reinigung der Zahnzwischenräume und auf spezielle Zungenschaber zurückgreifen, damit alle Bereiche im Mund ausreichend gereinigt werden. Zahnärzte empfehlen, mindestens einmal am Tag, vorzugsweise abends, Zahnseide zu benutzen, um die Zahnzwischenräume vor dem Schlafengehen von Speiseresten zu befreien.

5.    Zahnbürste nicht wechseln

Viele Deutsche wechseln ihre Zahnbürste zu selten. Mindestens alle drei bis vier Monate sollte eine neue Zahnbürste verwendet werden, um eine ausreichende Putzkraft zu gewährleisten und die Ansiedlung von Bakterien und Pilzen in den Borsten zu vermeiden. Sobald sich die Borsten verbiegen und damit ihre Kraft verlieren, lassen sich die Zahnzwischenräume nicht mehr richtig reinigen. Daher sollten Sie stets im Blick behalten, wann Ihre Zahnbürste gewechselt werden sollte.

6.    Direkt nach den Mahlzeiten putzen

Ein sehr häufiger Fehler besteht darin, direkt nach dem Essen Zähne zu putzen. Beim Zersetzen der Nahrung entsteht Säure, die den Zahnschmelz angreifbar und weich macht. Putzen Sie in dieser Zeit Ihre Zähne, scheuern Sie den bereits verletzlichen Zahnschmelz auf. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, mindestens 20 Minuten zu warten, bis die Säurekonzentration abgenommen hat. So stellen Sie sicher, dass Sie Ihr Zahnfleisch beim Putzen nicht beschädigen.

Fazit

Richtig Zähne zu putzen ist eine Aufgabe, die sich lohnt. Wer seine Zähne regelmäßig und gründlich pflegt, der kann sich über gesunde Zähne bis ins hohe Alter freuen und vermeidet irreparable Schäden wie Parodontose. Nur wer richtig putzt, kann das ganze Leben lang ohne Sorgen kräftig zubeißen. 

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