Lachgas beim Zahnarzt – das sollten Sie wissen

Besonders für Angstpatienten oder für Patienten mit starkem Würgereiz ist der Besuch beim Zahnarzt eine unangenehme Prozedur. Eine Lachgasbehandlung beim Zahnarzt kann eine gute Möglichkeit sein, Ängste erträglich zu machen und die Zahnbehandlung stressfrei zu überstehen.

Was ist Lachgas?

Lachgas ist ein unsichtbares, geruchloses und leicht süßlich schmeckendes Gas, das vom Körper sehr gut und schnell aufgenommen wird. Die Lachgassedierung ist eine altbewährte Form der Betäubung, deren Einsatz aus den unterschiedlichsten Gründen für Patienten sinnvoll ist.

Wozu Lachgas beim Zahnarzt?

Viele Patienten mit Angst vor dem Zahnarztbesuch kennen es: ein unangenehmes Gefühl im Bauch, schwitzige Hände, Herzklopfen. Der durch Angst ausgelöste Stress schlägt sich in vielen körperlichen Reaktionen nieder, die einige Patienten zögern lassen, einen Zahnarzttermin zu vereinbaren. Wer so starke Angstgefühle vor den Schmerzen hat oder mit starkem Würgereiz zu kämpfen hat, dem erleichtert die Lachgasbehandlung den Besuch beim Zahnarzt immens.

Für wen ist die Behandlung mit Lachgas geeignet?

Grundsätzlich können alle Patienten die Lachgasbehandlung wahrnehmen. Bei Kindern ist eine Behandlung ab einem Alter von vier Jahren möglich. Allerdings gibt es einige Personengruppen, die mit ihrem Zahnarzt abstimmen sollten, ob die Behandlung individuell angepasst werden muss:

·         Schwangere oder Frauen, die versuchen, schwanger zu werden

·         Personen mit Lungenerkrankungen (insb. COPD)

·         Starke Raucher

·         Personen, die in den letzten Monaten eine Chemotherapie erhalten haben

·         Personen, die regelmäßig Drogen konsumieren

·         Personen, die kürzlich eine Augenoperation oder eine Mittelohrentzündung hatten

Wie läuft die Zahnbehandlung mit Lachgas ab?

Nach der Beratung und Aufklärung durch den Zahnarzt zur Behandlung erhalten die Patienten eine Nasenmaske. Über diese erhalten Sie zunächst einige Minuten puren Sauerstoff, der nach und nach mit Lachgas versetzt wird. Der Anteil wird so lange erhöht, bis die Sedierung einsetzt. Bei der Zahnbehandlung mit Lachgas erhalten Patienten meist zusätzlich eine Betäubungsspritze, da Lachgas das Schmerzempfinden nicht vollkommen ausschaltet. Nach der Behandlung erhält der Patient durch die Nasenmaske wieder reinen Sauerstoff. Die Wirkung des Lachgases vergeht nach 5 bis 10 Minuten und hinterlässt keinerlei langfristige körperliche Einschränkungen.

Wie fühlt sich die Behandlung an?

Natürlich sind Empfindungen bei der Lachgasbehandlung von Person zu Person unterschiedlich, dennoch berichten viele Patienten von einem leichten Kribbeln in den Fingerspitzen und Beinen. Der süße Geschmack des Gases sorgt in Kombination mit einer entspannten Atmosphäre in der Praxis für ein warmes Gefühl im Körper. Das Lachgas entspannt und sorgt für ein „leichtes“ Gefühl, das die Behandlung in vielen Fällen deutlich kürzer erscheinen lässt, als sie eigentlich ist.

Wo liegen die Unterschiede zwischen Lachgas und Narkose?

Einer der größten Unterschiede zwischen einer Vollnarkose und einer Lachgasbehandlung ist, dass der Patient bei einer Narkose nicht bei Bewusstsein ist und künstlich beatmet werden muss. Bei einer Lachgasbehandlung können Patient und Zahnarzt während der Behandlung kommunizieren. Das schafft die Möglichkeit, den Zahnarztbesuch aktiv als positives Erlebnis wahrzunehmen. Ein weiterer Unterschied ist, dass Patienten im Gegensatz zur Narkose keine Begleitperson brauchen, da er nach der Behandlung sofort wieder verkehrsfähig ist. Davon ausgenommen ist die Lachgasbehandlung bei Kindern.

Gibt es Nebenwirkungen bei der Lachgassedierung beim Zahnarzt?

Die Lachgasbehandlung beim Zahnarzt hat wie jede medizinische Behandlung seltene Nebenwirkungen, ist aber vollkommen unschädlich. Zu den häufigsten Beschwerden gehören Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, eine leichte Verstimmung, vermehrtes Schwitzen oder innere Unruhe. Der Großteil dieser Nebenwirkungen kann Ihr Zahnarzt allerdings vorbeugen, indem er die Sauerstoffdosis erhöht.

Lachgasbehandlung beim Zahnarzt

Was sind die Kosten einer Lachgasbehandlung beim Zahnarzt?

Da die Krankenkasse die Kosten für eine Behandlung mit Lachgas beim Zahnarzt grundsätzlich nicht übernimmt, müssen die Patienten diese in der Regel selbst tragen. Wie hoch die Kosten sind, hängt von der Länge der Behandlung ab. Eine 30-minütige Behandlung kostet bspw. etwa 80 €. Genaue Details zur Behandlungsdauer und den damit gekoppelten Kosten bespricht Ihr Zahnarzt mit Ihnen vor der Behandlung.

Ist die Behandlung mit Lachgas auch bei Kindern möglich?

Gerade Kinder entwickeln durch Einfluss ängstlicher Eltern oder durch Zahnartbesuche, die ihnen Angst einjagen, schnell Furcht vor der Behandlung. Die Behandlung mit Lachgas läuft beim Kinderzahnarzt ähnlich ab wie bei Erwachsenen. Zusätzlich gestalten viele Zahnärzte die Behandlung spielerisch und erzählen z.B. eine Geschichte, um den kleinen Patienten in einen entspannten Zustand zu versetzen.

Grundsätzlich ist Lachgas bei allen Kindern anwendbar. Ausgeschlossen von der Behandlung sind Kinder mit Atemwegserkrankungen, Mittelohrentzündungen, Erkältungen und Verhaltensstörungen, die kooperatives Verhalten verhindern. Die Behandlung ist aufgrund der minimalen Dosis Lachgas ungefährlich.

Fazit

Die Behandlung mit Lachgas ist für Angstpatienten und Personen, die Probleme mit starkem Würgereiz haben, eine der angenehmsten Behandlungsmöglichkeiten. Da Sie als Patient die ganze Zeit über bei Bewusstsein bleiben und aktiv an Ihrer Behandlung teilnehmen, ohne Angst oder Schmerzen zu verspüren, trägt Lachgas oft zur Überwindung von Zahnarztangst bei. Auch für Kinder ist die Lachgasbehandlung eine gute Option, den Zahnarztbesuch von klein auf als ein positives Erlebnis wahrzunehmen.

Sind Sie Angstpatient oder stehen vor der Zahnarztbehandlung vor großem Stress? In den Praxen von Dr. Schlotmann in Dorsten, Gelsenkirchen und Wesel erhalten Sie eine ausführliche Beratung von unseren Experten.

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