Aphthen im Mund: Ursachen und Behandlung

Ein Aphthe im Mund äußert sich in Form von brennenden und schmerzenden Bläschen. Die meist ungefährliche Entzündung schränkt Patienten in ihrem Alltag ein und sorgt für ein allgemeines Unwohlsein. Mit der richtigen Behandlung sind die meisten Aphthen allerdings schnell beseitigt.

Was sind Aphthen?

Aphthen gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Mundschleimhaut. Dabei handelt es sich um kleine, schmerzhafte Bläschen im Mundbereich, die an der Mundschleimhaut, Zunge, Lippe oder Zahnfleisch auftreten. Aphthen sind nicht ansteckend. Die ovalen Geschwüre weisen eine milchig-gelbe Färbung auf und sind zwischen einem Millimeter und drei Zentimetern groß. Sie sind in der Regel ungefährlich und heilen schnell wieder ab, beeinträchtigen aber das Wohlbefinden der betroffenen Person teils stark. Neben der Unterscheidung in einzelne und wiederkehrende Aphthen unterscheidet die Medizin drei Formen von Aphthen:

  • Minor-Aphthen: Häufigste Form von Aphthen, die in der Regel sehr klein sind und schnell abheilen.
  • Major-Aphthen: Größere Mundaphthen, die sich tiefer in der Mundschleimhaut ausbreiten und einen Heilungsprozess von mehreren Wochen und ggf. Narben mit sich bringen.
  • Herpetiforme Aphthen: Ähneln Herpes-Bläschen und kommen meist am Zungenrand oder an den Innenseiten der Lippen vor, wobei bei dieser Form oft mehrere Bläschen gleichzeitig auftreten.

Was sind Ursachen von Aphthen?

Aphthen können zahlreiche Ursachen haben. Auslöser für Mundaphthen sind unter anderem:

  • Mangelnde Mundhygiene
  • Psychische Belastungen, z.B. Stress
  • Verletzungen der Mundschleimhaut, z.B. durch schlecht sitzende Prothesen
  • Einnahme bestimmter Medikamente
  • Vitaminmangel
  • hormonelle Veränderungen
  • geschwächtes Immunsystem
  • Natriumlaurylsulfat (SLS) in Zahnpasta
  • Verzehr histaminhaltiger Nahrungsmittel (z.B. Nüsse, Zitrusfrüchte, Käse, rohe Wurstprodukte)
  • Konsum sehr saurer, salziger oder scharfer Speisen
  • Erkrankungen wie Morbus Crohn, Zöliakie, Colitis ulcerosa

Was sind Symptome von Aphthen im Mund?

Aphthen im Mund gehen grundsätzlich mit Beschwerden beim Kauen, Schlucken, Zähneputzen oder auch Sprechen einher. Die Blase im Mund löst ein Spannungsgefühl oder Kribbeln aus, brennt und verursacht Schmerzen. Aphthen zeigen sich als weiße Blasen im Mund, die aufplatzen können und so noch mehr Schmerzen auslösen. Aphthen können am Zahnfleisch, der Zunge, Lippe oder anderen Stellen im Mundbereich auftreten.

Wie werden Aphthen diagnostiziert?

Durch die optisch auffälligen weißen Blasen im Mund lassen sich Aphthen oft bereits auf den ersten Blick erkennen, z.B. im Zuge der Prophylaxe. Der Zahnarzt stellt die Diagnose anhand der Anamnese und prüft die auftretenden Symptome im Mund. In den meisten Fällen sind Aphthen harmlos und kein Grund zur Sorge. Einen Arzt sollten Sie allerdings aufsuchen, wenn:

  • Die Symptome langfristig anhalten oder ständig wiederkehren,
  • die Aphthen nicht von allein abheilen
  • Sie unter starken Schmerzen leiden,
  • weitere Symptome wie Fieber dazukommen.
Schmerzende Blasen im Mund lassen sich unter anderem mit Hausmitteln behandeln.

Welche schmerzstillenden Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Herkömmliche Aphthen verschwinden zwar von allein, verursachen aber dennoch Schmerzen. Daher gibt es einige Mittel gegen die unangenehmen Symptome einer Aphthe. Die Therapie ist dabei rein symptomatisch, das heißt, es geht primär darum, die Beschwerden zu lindern. Dabei helfen z.B.:

  • Lindernde Gele und Salben
  • Mundspülungen mit Benzocain oder Lidocain
  • Kortison
  • Kamillen- oder Salbeitee


Auch Hausmittel wie Honig, Backpulver, feuchte Teebeutel oder Ölziehen helfen dabei, die Symptome von Aphthen abzuschwächen. All diese Mittel wirken entzündungshemmend bzw. antibakteriell und unterstützen den Abheilungsprozess der Aphthen.

Wie lassen sich Aphthen vorbeugen?

Ein gutes Mittel gegen Aphthen ist die Vermeidung bestimmter Lebensmittel. Besonders saure oder salzige Lebensmittel sollten Betroffene genauso meiden wie Nahrung mit hohen Histamingehalt. Auch stark gewürzte und grobe Speisen (z.B. sehr knuspriges Brot) sollten Patienten umgehen. Zudem kann es helfen, das Immunsystem zu stärken und ein besonderes Augenmerk auf den eigenen Vitaminhaushalt zu legen.

Fazit

Eine Aphthe im Mund ist in der Regel kein Grund zur Sorge. Die Entzündung ist nicht ansteckend und heilt in den meisten Fällen nach wenigen Tagen von selbst. Bei langanhaltenden Schmerzen oder immer wieder auftretenden Aphthen sollten Sie allerdings einen Zahnarzt aufsuchen, um schwerwiegendere Ursachen ausschließen zu können.

FAQ

Was bedeutet Aphthe?

Aphthen sind milchig-weiße Bläschen im Mundbereich, die an Lippe, Zunge, Zahnfleisch oder weiteren Stellen im Mundbereich auftreten und Schmerzen verursachen. Die Entzündungen sind in der Regel harmlos.

Wie groß können Aphthen werden?

Aphthen im Mund variieren zwischen einer Größe von wenigen Millimetern und bis zu drei Zentimetern.

Welche Lebensmittel sollte man vermieden?

Bei Auftreten von Aphthen sollten Patienten besonders saure (z.B. Zitrusfrüchte und Obstsäfte), scharfe und salzige Lebensmittel vermeiden. Auf histaminhaltige Nahrung wie Nüsse oder rohe Wurstwaren sollten Sie ebenfalls eine Zeit lang verzichten.

Sind Aphthen wie Herpes?

Aphthen unterscheiden sich von Herpes vor allem darin, dass Aphthen nicht ansteckend sind. Zudem tritt Herpes an der äußeren Lippe auf, während Aphthen lediglich innerhalb des Mundraums vorkommen.

Welcher Vitaminmangel liegt bei Aphthen vor?

Aphthen können Ursach von einem Vitamin-B3- oder -B12-Mangel sein. Eine Unterversorgung an Folsäure ist ein weiterer Auslöser.

Wie lange schmerzen Aphthen?

Wie lange die Abheilungsphase einer Aphthe dauert, hängt von der Form ab. In der Regel verschwinden Minor-Aphthen innerhalb weniger Tage. Major-Aphthen benötigen dagegen zwei bis vier Wochen, um vollständig zu verheilen.

Haben Sie regelmäßig mit stark schmerzenden Aphthen zu kämpfen oder dauert es sehr lange, bis diese wieder heilen? In den Praxen Dr. Schlotmann in Dorsten, Gelsenkirchen und Wesel beraten wir Sie gerne zur Therapie und Möglichkeiten zur Schmerzlinderung.

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