Gesundes Zahnfleisch: Das können Sie bei Entzündungen oder Schmerzen tun

Das Zahnfleisch ist ein guter Indikator für den Zustand Ihrer Mundhygiene. Die richtige Pflege, regelmäßige Besuche beim Zahnarzt und eine ausgewogene Ernährung sind dabei die Pfeiler, auf denen ein gesundes Zahnfleisch steht. Was ist zu tun, falls es doch einmal zu Entzündungen oder Zahnfleischschmerzen kommen sollte?

Was macht ein gesundes Zahnfleisch aus?

Gesundes Zahnfleisch zeichnet sich vor allem durch eine helle, rosafarbene Färbung aus. Zudem sollte es die Zahnzwischenräume vollständig ausfüllen und fest an den Zähnen haften. Beim Reinigen der Zähne sollte kein Zahnfleischbluten auftreten, ebenso sollten auch bei Berührung keine Schmerzen auftreten. Alle Beschaffenheiten, die von diesem Zustand abweichen, können auf Unregelmäßigkeiten bei der Zahnfleischgesundheit hinweisen. Dazu gehören:

  • Starker Mundgeruch trotz Zähneputzen
  • Schmerzen an den Zahnhälsen
  • Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) oder geschwollenes Zahnfleisch
  • Zahnfleischschmerzen
  • Blutendes Zahnfleisch beim Zähneputzen

Was macht der Zahnarzt für gesundes Zahnfleisch? 

Neben der umfassenden Reinigung, die Sie zu Hause durchführen, sind regelmäßige Besuche beim Zahnarzt ein wichtiger Bestandteil, die Gesundheit Ihres Zahnfleisches und Ihrer Zähne zu gewährleisten. Regelmäßige zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen, Prophylaxe und Kontrolluntersuchungen, bei denen Ihr Zahnarzt beispielsweise entstandenen Zahnstein entfernt, beugt möglichen Entzündungen oder anderen Symptome vor. Zudem geben Zahnärzte ihren Patienten nützliche Pflegetipps für das Zahnfleisch, die sich ganz einfach in die tägliche Zahnputzroutine integrieren lassen.

Gesunde Zähne und ein gesundes Zahnfleisch sind wichtiger Bestandteil des gesamten körperlichen Wohlbefindens

Zahnfleischentzündung (Gingivitis) – das müssen Sie wissen

Eine Gingivitis äußert sich durch eine Entzündung des Zahnfleisches. Das Zahnfleisch ist hierbei rot, geschwollen und kann bluten. Allerdings ist entzündetes Zahnfleisch kein Grund zur Sorge, wenn Sie sie frühzeitig mit Ihrem Zahnarzt abklären. Verschleppte und unbehandelte Zahnfleischentzündungen können sich im schlimmsten Fall allerdings zu einer Parodontose weiterentwickeln, die mit Zahnfleischrückgang und Zahnverlust einhergeht.

Ursachen einer Gingivitis

Grundsätzlich lässt sich zwischen einer Zahnfleischentzündung durch Zahnbelag und einer Zahnfleischentzündung, die auf andere Faktoren zurückzuführen ist, unterscheiden. Eine Zahnfleischentzündung durch Zahnbelag entsteht vor allem durch unzureichende Mundhygiene. Bakterien im Zahnbelag sind hierbei für Entzündungen an Zahnfleisch und Zähnen verantwortlich.

Andere Faktoren, die eine Gingivitis auslösen können, sind unter anderem:

  • Einnahme bestimmter Medikamente
  • Vitaminmangel
  • Hormonelle Schwankungen, z.B. durch Schwangerschaft
  • Erkrankungen wie Leukämie
 

Wie bekomme ich mein Zahnfleisch nach einer Gingivitis wieder gesund?

In vielen Fällen ist geschwollenes oder entzündetes Zahnfleisch durch einfache Behandlungsmethoden beim Zahnarzt und zu Hause schnell in den Griff zu bekommen. In der Praxis reinigt Ihr Zahnarzt zuerst alle Zahnflächen, auf denen sich Beläge gesammelt haben. Je nach Schwere der Entzündung verschreibt er zudem ein Antibiotikum.

Beliebte Hausmittel für Zahnfleischentzündungen sind, neben der gründlichen Mundhygiene, das Spülen mit Ingwer-, Lavendel-, Kamillen- oder Salbeitee, Massagen mit der Zahnbürste oder Kokosnussöl oder die Beigabe von Knoblauch zum Essen. Zudem gibt es spezielle antibakterielle Mundspülungen, die Bakterien im Mundraum abtöten. Mithilfe dieser Hausmittel und den Behandlungsmethoden beim Zahnarzt beruhigt sich das Zahnfleisch nach einer Entzündung und kann sich regenerieren.

Zahnfleischentzündungen während der Schwangerschaft als Sonderfall

Zahnfleischentzündungen während der Schwangerschaft kommen häufig vor, da sich leichtere Entzündungen durch die hormonellen Umstellungen verschlimmern können. Auch Schwangerschaftsübelkeit kann dafür sorgen, dass sich vermehrt Bakterien im Mundraum sammeln. Zahnärzte kennen sich mit dieser Problematik aus und geben Schwangeren Tipps und Hinweise an die Hand, mit der sie das Zahnfleisch pflegen und die Mundhygiene aufrechterhalten können, ohne die Übelkeit zu verschlimmern.

Was kann ich selbst dafür tun, dass mein Zahnfleisch gesund bleibt?

Die richtige Mundhygiene hat drei wichtige Säulen: die richtige Mundpflege, regelmäßige Zahnarztbesuche und die richtige Ernährung. Eine umfassende Mundgesundheit lässt sich dabei von zu Hause aus durch das richtige Zähneputzen mit einer geeigneten Zahnbürste, der passenden Zahnpasta und dem regelmäßigen Einsatz von Zahnseide erreichen. Viele Menschen vergessen, beim Zähneputzen auch das Zahnfleisch einzubeziehen, obwohl das Putzen ein wichtiger Bestandteil von gesundem Zahnfleisch ist. Daneben sind eine ausgewogene Ernährung und die ausreichende Einnahme der Vitamine A, B, C, D und K sinnvoll.

Nikotin und Alkohol beeinträchtigen die Zahngesundheit generell negativ. Vor allem Nikotin trägt einen entscheidenden Teil zur Entstehung von Zahnfleischerkrankungen bei.

Fazit

Welche Zahnbürste die beste Wahl für Sie ist, hängt vor allem von Ihnen selbst ab. So lässt sich mit einer Handzahnbürste derselbe Effekt erzielen wie mit einer elektrischen Zahnbürste, wenn der Anwender eine gute Putztechnik und die nötige Feinmotorik besitzt. Elektrozahnbürsten erfreuen sich allerdings gerade aufgrund der einfachen Anwendung und den technischen Hilfsmitteln wie Timern oder Warnungen bei zu festem Aufdrücken großer Beliebtheit.

In unseren Praxen in Dorsten, Gelsenkirchen und Wesel berät das Team von Dr. Schlotmann Sie gerne dazu, wie Sie Ihr Zahnfleisch und Ihre Zähne bestmöglich pflegen.

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